Liebe Besucherinnen und Besucher,
am 22. September 2024 erhielt ich von den Wählerinnen und Wählern meines Wahlkreises (südliches Oberhavel) das Mandat als Abgeordneter für den Landtag Brandenburg. Im Dezember wurde ich zudem zum Minister der Justiz und Digitalisierung des Landes Brandenburg ernannt. Vielen Dank für dieses Vertrauen!
Ich setze mich dafür ein, dass unser Bundesland auch in den nächsten Jahren in guten und sicheren Händen ist. Mit unserem Ministerpräsidenten Dr. Dietmar Woidke wird Brandenburg sich weiterhin gut entwickeln!
Auf dieser Webseite erfahren Sie mehr über mich sowie meine politische Arbeit im Wahlkreis und auf Landesebene. Über mein Wahlkreisbüro in Birkenwerder können Sie sich mit allen Anliegen, Fragen und Wünschen zu Themen aus dem Wahlkreis oder zu landespolitischen Belangen, die Sie direkt betreffen, in meiner Funktion als Landtagsabgeordneter wenden!
Ihr
Benjamin Grimm
Infoveranstaltung in Schildow zur neuen Landesregierung

Sehr gern wäre ich als Veranstalter am 29. April selbst im Bürgersaal Schildow bei unserer Infoveranstaltung „Neue Regierung. Und jetzt?“ dabei gewesen. Leider hat mich eine Erkältung ausgeknockt.
Umso mehr danke ich dem Bürgermeister der Gemeinde Mühlenbecker Land, Filippo Smaldino, dass er kurzfristig eingesprungen ist, um gemeinsam mit dem Vorsitzenden unserer SPD-Landtagsfraktion Björn Lüttmann zu diskutieren. Ebenfalls danke ich Anne Paetz für die Moderation dieses Austauschs!
Knapp 30 Gäste sind der Einladung gefolgt. Und die Rückmeldungen zeigen mir: Gerade in Zeiten vieler Krisen kommt es auf das enge Zusammenspiel verlässlicher politischer Akteure an. So müssen Entscheidungen in Potsdam auch vor Ort funktionieren – bei Verkehr, Bildung und der Entwicklung unserer Gemeinden.
Dass in Schildow offen diskutiert wurde, freut mich sehr! Ich werde diese öffentlichen Infoveranstaltungen zu wichtigen Themen mit besonderen Gästen weiter fortsetzen – und bin hoffentlich beim nächsten Mal wieder selbst mit vor Ort!
Redebeitrag zur Aktuellen Stunde im Landtag Brandenburg

Im Rahmen der Aktuellen Stunde zum Thema „Keine Toleranz bei digitaler Gewalt“ habe ich mich unter anderem mit einem deutlichen Appell an die Männer im Land Brandenburg gewandt.
Angesichts der alarmierenden Zunahme von realer und digitaler Gewalt gegen Frauen hat die SPD-Fraktion eine Aktuelle Stunde zu diesem Thema im Plenum am 22. April beantragt.
In meiner Rede habe ich zunächst auf die aktuellen Zahlen verwiesen. So gab es im Land Brandenburg im Jahr 2025 6.300 Fälle von häuslicher Gewalt, die Täter waren zu 76 Prozent Männer. Im Vergleich zum Jahr 2021 stellt dies eine Steigerung um 9,3 Prozent der Fälle dar, wobei die Dunkelziffer erheblich höher liegen dürfte.
Bewusstsein für die Grundwerte unserer Gesellschaft erneuern
Mit der Debatte wollen wir als Gesellschaft klar Stellung beziehen und das Bewusstsein für die Grundwerte unseres gesellschaftlichen Zusammenlebens wieder stärken: Gewalt darf weder in der Erziehung noch in der Partnerschaft toleriert werden! Männer und Frauen sind gleichberechtigt!
In diesem Bewusstsein werden auf Bundes- und Landesebene derzeit auch in rechtlicher Hinsicht Schutzlücken geschlossen. Mit dem neuen Gesetz gegen digitale Gewalt werden neue Straftatbestände im Internet definiert (z.B. bei Deepfakes, Cybergrooming, digitalem Voyeurismus…). Denn digitale Gewalt ist reale Gewalt! Die Belastung für die Opfer oftmals sogar höher als im analogen Bereich. Mit den rechtlichen Anpassungen schließen wir Schutzlücken und stärken die Rechte der Opfer.
Auf Landesebene haben wir die elektronische Fußfessel für die Täter als Instrument bei Risikofällen häuslicher Gewalt eingeführt. Für die Unterstützung von Opfern bauen wir die psychosoziale Prozessbegleitung aus.
Appell an die Männer
Da ein Großteil der Betroffenen von häuslicher und virtueller Gewalt Frauen sind, habe ich mich in meiner Rede explizit auch an die Männer gewandt: Ich wünsche mir, dass wir als Männer gemeinsam an der Seite der Frauen stehen und Tätern häuslicher Gewalt konsequent Grenzen setzen! Ich empfinde es so, dass wir Männer durchaus noch lauter werden können und frage mich auch, woran die Zurückhaltung wohl liegen mag.
Es ist sicherlich nicht hilfreich, wenn in der Debatte unterstellt wird, dass alle Männer schlecht seien und zu Gewalt neigen. Diese Beiträge sind Ausnahmen. Und sie dürfen uns nicht davon abhalten, in der Debatte gegen häusliche Gewalt klar Stellung zu beziehen. Die Grundlage einer freiheitlich-demokratischen Gesellschaft ist ein friedliches gewaltfreies Zusammenleben. Daran müssen wir noch stärker als bisher gemeinsam arbeiten.
Ein Wort an die AfD
Leider versuchte die AfD in dieser Debatte wieder einmal, die tatsächlichen Fakten zu verdrehen, indem sie häusliche Gewalt als ein reines Phänomen von Ausländern abtat oder versuchte verschiedene Opfergruppen gegeneinander auszuspielen.
Fakt ist: Wir hatten in Deutschland 2024 mehr als 266.000 Opfern häuslicher Gewalt – das ist nicht hinzunehmen und hier müssen wir etwas ändern.
Fakt ist: Es gibt Überrepräsentanzen von Ausländern bei Delikten häuslicher Gewalt. So beträgt der Ausländeranteil in Brandenburg 7,3 Prozent, bei häuslicher Gewalt wiederum sind 20 Prozent der Täter ausländischer Herkunft. Das bedeutet im Umkehrschluss aber auch, dass 80 Prozent der Täter deutsche Staatsbürger sind!
Fakt ist: Der gefährlichste Ort für eine Frau ist nach wie vor nicht der Bahnhof, nicht die dunkle Straße, sondern das eigene Zuhause.
Daher ist und bleibt es unsere Aufgabe, Frauen egal welcher Herkunft besser zu schützen – und Straftaten von Tätern, egal welcher Herkunft, konsequent zu bestrafen!
Ehrenamtsgala im Mühlenbecker Land

Am Wochenende durfte ich bei der Ehrenamtsgala im Mühlenbecker Land dabei sein. Es war ein Abend, der einmal mehr gezeigt hat, wie viel Engagement, Herzblut und Zusammenhalt im Mühlenbecker Land stecken.
An diesem Abend wurden zahlreiche Bürgerinnen und Bürger für ihren ehrenamtlichen Einsatz ausgezeichnet. Sie alle leisten einen unverzichtbaren Beitrag für unser Miteinander – im Sport, in der Nachbarschaft, in Vereinen oder in der sozialen Arbeit.
Besonders gefreut hat mich, dass ich die Laudatio für Ulrike Haase halten durfte. Frau Haase engagiert sich seit vielen Jahren in der Flüchtlingshilfe. Ihr Einsatz steht beispielhaft für gelebte Menschlichkeit und Integration auf Augenhöhe. Aus eigener Erfahrung weiß sie, was es bedeutet, neu anzukommen. Und genau daraus schöpft sie die Kraft, andere zu unterstützen. Ihr Engagement zeigt: Integration gelingt dort, wo Menschen einander begegnen, einander zuhören und gemeinsam Verantwortung übernehmen.
Gerade in Zeiten, in denen gesellschaftlicher Zusammenhalt immer wieder auf die Probe gestellt wird, ist dieses Ehrenamt von unschätzbarem Wert. Es verbindet Menschen, baut Brücken und macht unsere Gemeinde stärker.
Mein herzlicher Dank und Glückwunsch gilt auch allen anderen Geehrten und Engagierten. Sie machen das Mühlenbecker Land zu dem, was es ist: eine starke Gemeinschaft!
EInblick in die Arbeit des zweitgrößten Sportvereins Oberhavel

Bei meinem Treffen mit dem SV Glienicke/Nordbahn konnte ich einen sehr guten Einblick in die Arbeit des zweitgrößten Sportvereins in Oberhavel gewinnen.
Mit rund 1.200 Mitgliedern in neun Abteilungen leistet der SV Glienicke einen wichtigen Beitrag für den gesellschaftlichen Zusammenhalt in unserer Region. Der Verein bietet ein breites sportliches Angebot für Menschen in ganz unterschiedlichen Lebensphasen und zeigt damit, wie wertvoll starke Vereinsstrukturen für eine lebendige Kommune sind.
Beeindruckend ist zudem, dass viele Abteilungen des Vereins nicht nur im Freizeitsport aktiv sind, sondern auch auf Landesebene und teilweise sogar in der Bundesliga oder bei internationalen Wettbewerben mitspielen und dabei große Erfolge erzielen.
Bei einem Rundgang durch die Einrichtungen konnte ich mir die Dreifeldhalle, die Kegelbahn, die Schießanlage, den Sportplatz und die Dart-Automaten ansehen und den Spielern beim Training zuschauen. Gerade dieser Einblick in die Vielfalt des Vereinslebens hat mir einmal mehr deutlich gemacht, wie breit der SV Glienicke aufgestellt ist und wie viele Menschen hier ein sportliches Zuhause finden. Auch über den Sport hinaus übernimmt der Verein Verantwortung für das Gemeinwesen – durch Spendenaktionen, Familiensportfest, Weihnachtssingen, gemeinsame Ausflüge oder Mitmach-Aktion.
Insgesamt ist der Verein mit den vorhandenen Bedingungen zufrieden. Gleichzeitig wird aber auch hier sichtbar, was viele Vereine in Oberhavel bewegt: Die bestehende Infrastruktur stößt an ihre Grenzen. Vor allem fehlt es an ausreichenden Lagermöglichkeiten, zumal in der Turnhalle auch Equipment der Gemeinde für Veranstaltungen untergebracht wird. Das zeigt, dass wir Sportinfrastruktur nicht nur erhalten, sondern vorausschauend weiterentwickeln müssen.
Dass der Verein über den Goldenen Plan eine weitere Förderung beantragen konnte, ist ein wichtiges Signal. Solche Programme sind notwendig, um Vereine bei Investitionen zu entlasten und ihnen Entwicklungsperspektiven zu geben. In diesem Fall geht es um die Überdachung der Tribüne im Sportstadion Bieselheide.
Ein weiteres wichtiges Thema war die Mitgliederstruktur. Besonders herausfordernd ist es, berufstätige Glienickerinnen und Glienicker für ehrenamtliche Aufgaben im Verein zu gewinnen. Viele Menschen möchten sich einbringen, stoßen im Alltag aber an zeitliche Grenzen. Das ist kein Einzelproblem dieses Vereins, sondern eine Entwicklung, die wir vielerorts beobachten.
Ich habe meine Unterstützung zugesagt, wo immer ich konkret helfen kann. Denn für mich ist klar: Wer starke Vereine will, muss sie auch politisch ernst nehmen und verlässlich unterstützen.